Travel Hacks für deinen Japan Urlaub

Unser Team von DriveDocs Japan besteht aus begeisterten Japan-Reisenden und Locals zusammen. Wir können daher sehr gut nachvollziehen, wie du dich fühlst. Mit unserem gebündelten Wissen möchten wir einige Travel Hacks mit dir teilen. Wir haben einige Tipps, die du bereits vor deiner Abreise vorbereiten kannst. Aber keine Sorge, wenn du vor Ort bist, haben wir auch noch einige Tipps & Tricks für dich.

Welche Japan Gadgets sind Must-haves für deinen Japan Urlaub?

Grundsätzliche empfehlen wir deinen Urlaub in Japan mit möglichst wenig Gepäck zu starten. Es gibt so viele schöne Shops in Japan, dass du es bereuen wirst, wenn dein Koffer bereits beim Start deiner Reise gut gefüllt ist. Dennoch gibt es einige wenige Gadgets, die wir dir ans Herz legen wollen - die du auch nicht zwingend in Japan erhältst.

Yen Münzhalter*: Du wirst schnell merken, dass in Japan noch das Sprichwort "Cash ist King" gilt. Du kannst zwar sehr viel mit (Kredit-) Karte bezahlen, dennoch wirst du früher oder später eine Menge Münzen in der Tasche haben. Einige Restaurants akzeptieren nur Bargeld und noch viel wichtiger: Für die verschiedensten Automaten in Japan ist es auch sinnvoll immer ein paar Münzen dabei zu haben - insbesondere die 100 Yen Münze haben wir sehr lieb gewonnen. Schnell noch einen Kaffee aus dem Getränkeautomaten holen? Dein Glück beim nächsten Kapselautomaten versuchen? Oder doch eine Runde im Arcade spielen? Cash ist King!

Abroad in Japan von Chris Broad*: Kein Gadget, welches du vor Ort benötigst, aber ein Lese- oder Hörtipp, um dich für deine Japan Reise in Stimmung zu bringen. "Abroad in Japan" ist eine Geschichte von einem jungen Engländer, Chris, der völlig ohne Vorerfahrung sein Abenteuer im ländlichen Japan startet. Mit dem Buch erfährst du bereits einiges über die japanische Kultur und was vielleicht auch so alles anders ist in Japan (im Vergleich zu Europa). Sehr schöne und leicht zu lesende Geschichte, die deine Vorfreude auf jeden Fall weiter anfachend wird.

SIM-Karte bzw. eSIM - Unbedingt bereits zu Hause vorbereiten

Vor Abreise solltest du unbedingt prüfen, ob du mit deinem Smartphone in Japan mobiles Internet hast. In der Regel sind Datenverträge maximal auf Europa begrenzt. Japan ist mit ziemlicher Sicherheit nicht enthalten und dann könnte es für dich unter Umständen teuer werden.

Von daher: Prüfe unbedingt, ob du auch in Japan Internet hast. Hier gibt es einige Anbieter, die zeitlich begrenzte Datenpakete zur Verfügung stellen. Solange du dein Handy nur zur Navigation (Google Maps) oder um einige Urlaubsbilder zu versenden, sollten dir pro Woche ca. 500 MB bis 1 GB ausreichen. Wir nutzen hierfür gerne Saily*: 1 GB ab 3 Euro.

Profitipp: Überprüfe vor Abreise deine App-Einstellungen, ob die Verwendung deines mobilen Internets im Hintergrund erlaubt ist. Es kann sein, dass sich Apps im Hintergrund deine mobilen Daten verbrauchen. Um auf sicher zu gehen, dass du deine Daten nicht unnötig verbrauchst, solltest du für alle nicht zwingend notwendigen Apps die Berechtigung deaktivieren.

Suica Card als dein Ticket für die bequeme Fortbewegung im japanischen ÖPNV

Die Suica Card ist eine Art Prepaid-Karte mit der du in den meisten japanischen (Gross-) Städten den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) nutzen kannst.

Fährst du mit dem Zug? Beim Betreten und Verlassen der Haltestellen kannst du deine Suica Card einfach auf die entsprechenden Terminals halten und bezahlst für die gefahrene Strecke. Fährst du lieber mit dem Bus? Hier musst du entweder beim Ein- oder Aussteigen deine Karte auf das Terminal beim Fahrer halten. Orientiere dich hier am besten an den anderen Passagieren. Die Regeln sind hier je nach Stadt unterschiedlich. In Tokio zum Beispiel checkst du beim Einsteigen ein. In Kyoto musst du erst beim Aussteigen bezahlen.

Als Apple-User kannst du dir die Suica Card ganz einfach mit der App "Welcome Suica Mobile" in die Wallet laden. Die Aufladung funktioniert ebenfalls über dein Wallet - wichtig: hierfür benötigst du eine Internetverbindung. Als Android-User funktioniert das leider nicht. Hier musst du dir eine physische Suica Card kaufen. Das ist aber auch ganz einfach, bspw. beim Flughafen vor den Zug Gleisen. Die Aufladung der Karte funktioniert ebenfalls an den entsprechenden Terminals. In der Regel benötigst du hierfür Bargeld.

Mietwagen - Wo mieten und was beachten?

Auch wenn du dich in Japan sehr gut mit Zug und Bus fortbewegen kannst, ist ein Mietwagen ein ganz anderes Level von Freiheit. Wir empfehlen dir beides auszuprobieren. Zwischen grossen Städten - Tokio und Kyoto - kannst du dich super einfach & vorallem schnell mit dem Zug bewegen. Sobald du dich aber etwas ausserhalb den Städten bewegen möchtest, ist ein Mietwagen sehr sinnvoll.

Für die Buchung deines Mietwagens gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die grossen Buchungsportale (Klook*, Booking, Check24*, ...) haben viele Angebote und gute Preise. Da die Anbieter auf fast allen Portalen identisch sind (Nissan, ORIX, ...) finden wir die angebotene Leistungen wichtiger als das Buchungsportal. Achte unbedingt auf folgende Punkte:

  • Werden Gebühren für die Abgabe deines Mietwagens in einer anderen Stadt erhoben? Hier verdoppelt sich schnell der Preis. Pick-up und Drop-off in derselben Stadt lohnen sich in aller Regel.
  • Benötigst du das teurere Versicherungspaket? Die meisten Reisenden haben entweder in ihrer Reiseversicherung oder über die Kreditkarte bereits gewisse Mietwagenversicherungen abgedeckt. Hier kannst du Geld sparen.
  • Achte auf eine kostenlose Stornierung und überprüfe vor deiner Abreise alle paar Wochen immer Mal wieder, ob sich etwas an dem Angebot verändert hat. Hier kannst du schnell sparen, wenn du immer Mal wieder ein Blick auf die aktuellen Preise wirfst.

Folgende Dokumente benötigst du für die Buchung & erfolgreiche Abholung deines Mietwagens in Japan:

  1. Deinen Reisepass (Original).
  2. Deinen nationalen Führerschein (Original).
  3. Die offizielle japanische Übersetzung (für Führerscheine aus Deutschland, Schweiz, Frankreich, Belgien, Taiwan und Monaco). Wichtig: Der internationale Führerschein (graues/ weisses Heft) wird für diese Länder nicht akzeptiert. Lösung: Die Übersetzung kannst du bequem vorab über DriveDocs Japan beantragen.

Unterkunft in Japan - Wo buchen und was beachten?

Für die Buchung deiner Unterkunft haben wir einen Insider-Tipp: Japaner buchen über Agoda. Ansonsten findest du auch über Check24* oder Booking schöne Unterkünfte und gute Angebote.

Profitipp: Wenn du über Booking deine Unterkunft buchen möchtest, solltest du unbedingt über Google Maps deine Unterkunft heraussuchen und die Verfügbarkeit prüfen. Wir haben immer wieder festgestellt, dass wir über diesen Umweg deutlich bessere Preise erhalten haben, als wenn wir direkt über Booking gegangen sind.

Ebenfalls empfehlen wir dir das Frühstück nicht von zu Hause aus zu buchen. Das hat unterschiedliche Gründe:

  • Frühstückszeiten: In Japan startet der Tag etwas früher als du vielleicht von anderen Urlauben gewohnt bist. In einigen Hotels endet das Frühstück bereits um 09.00 Uhr. Falls du Spätaufsteher bist, könntest du dir Frühstück im Hotel sparen und erkundest dafür lieber deine neue Nachbarschaft.
  • Avocadobrot und Müsli? Sieht so dein Frühstück im Urlaub aus? Wenn ja, dann könnte dir eine Enttäuschung bevorstehen. Das typische Frühstück in japanischen Hotels ist in der Regel warm (Reis, Miso Suppe, Fisch, gedünstetes Gemüse). Es kann sogar sein, dass du einfach nur ein "Brownbag" an der Rezeption abholen kannst. Hier findest du verpacktes Gebäck. Falls dich das nicht anspricht, solltest du die Cafés und Restaurants in deiner Nähe aufsuchen für ein Frühstück nach deinen Vorstellungen.
  • Preis: Es kann sein, dass du vor Ort weniger für dein Frühstück zahlen musst. Etwas Flexibilität lohnt sich.

Nützliche Redewendungen, um dich in Japan zurechtzufinden

Für deinen Japanurlaub wirst du (vermutlich) kein Japanisch lernen. Dennoch ist es sinnvoll dir einige Redewendungen zu notieren, um dich besser zurechtzufinden. Auch ist es immer schön, wenn du deine Gastgeber positiv überraschen kannst. Hier wirst du sicherlich mit dem ein oder anderen Lächeln belohnt.

Begrüssung

  • Konnichiwa = Hallo
  • Arigatou = Dankeschön
  • Arigatou gozaimasu = Auf Wiedersehen (nicht wortwörtlich, aber du wirst schnell merken, dass Japaner sich so von dir verabschieden werden)

Im Restaurant

  • Sumimasen = Entschuldigung
  • Kore kudasai = Ich hätte gerne das hier
  • Okaikei onegaishimasu = Bezahlen bitte
  • Gochisousamadeshita = Danke für das Essen

Auto fahren in Japan - Was ist anders?

Die gute Nachricht vorweg: Japanische Autofahrer sind extrem rücksichtsvoll und defensiv. Das Fahren ist meist entspannter als in Europa.

In Japan herrscht Linksverkehr. Das Lenkrad ist rechts, der Blinker meist rechts am Lenkrad (nicht links wie bei uns). Wenn der Scheibenwischer angeht, wolltest du wahrscheinlich nur abbiegen – ein klassischer Anfängerfehler, den jeder macht.

Die wichtigsten Verkehrsregeln im Überblick:

  • Tempolimit: Meist 40 km/h innerorts, 60 km/h auf Landstraßen und 80–100 km/h auf der Autobahn. Blitzer sind häufig!
  • Ampeln: Die Ampeln stehen oft hinter der Kreuzung, nicht direkt an der Haltelinie. Das erfordert am Anfang etwas Eingewöhnung die Ampeln rechtzeitig zu erkennen.
  • Stopp-Schilder: Sie haben die Form eines auf der Spitze stehenden Dreiecks (wie unser "Vorfahrt gewähren"), sind aber rot mit der Aufschrift 止まれ (Tomare). Hier musst du zwingend 3 Sekunden stehen bleiben.
  • Alkohol: Es gilt 0,0 Promille. Wer alkoholisiert fährt (oder als Beifahrer bei einem alkoholisierten Fahrer mitfährt), riskiert extrem hohe Geld- oder sogar Haftstrafen. Nehmt lieber das Taxi, wenn ihr trinken wollt.

Autobahnen in Japan sind mautpflichtig. Frage bei der Abholung deines Mietwagens unbedingt nach einer ETC Card (Electronic Toll Collection). Diese Karte wird ins Auto gesteckt, meistens auf der Beifahrerseite. Du kannst damit durch die markierten Schranken fahren, ohne anzuhalten. Die Abrechnung erfolgt bequem bei der Rückgabe des Autos. Ohne so eine Karte müsstest du immer Bargeld bereithalten und würdest auch deutlich länger brauchen, um die Mautstellen zu durchfahren.

Navigation ohne Japanisch: Der „Map Code“
Japanische Navis sind oft auf Japanisch und können auch nicht umgestellt werden. Was aber funktioniert sind Zahlen. Jede Sehenswürdigkeit, jedes Hotel und jeder Aussichtspunkt hat eine eigene Nummer (z. B. 33 004 294*81). Die Eingabe des jeweiligen Map Codes ist oft präziser als der Versuch die Adresse einzugeben. Alternativ zum Map Code funktioniert oftmals auch die Eingabe der Telefonnummer.

Tanken: „Mantan, bitte!“
Es gibt zwei Arten von Tankstellen:

  1. Full Service: Ein Attendant kommt zum Fenster. Sage einfach „Regular“ (für Benzin) und „Mantan“(Volltanken).
  2. Self Service: Achte auf die Aufschrift セルフ (Serufu). Die Bedienung der Touchscreens lässt sich oft auf Englisch umstellen.

Michi-no-Eki: Mehr als nur Raststätten
Halte Ausschau nach Schildern mit „Michi-no-Eki“ (Strassenstation). Das sind staatliche Raststätten, die oft lokale Spezialitäten, frisches Gemüse vom Bauernmarkt und manchmal sogar heisse Quellen (Onsen) bieten. Sie sind oft schöner und günstiger als normale Autobahnraststätten.

Das „Danke“-Blinken
Wenn dich jemand einfädeln lässt, bedanken sich Japaner oft, indem sie kurz (1–2 Mal) die Warnblinkanlage aufleuchten lassen. Eine nette Geste, die du schnell übernehmen wirst.

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